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Leberzellkrebs

GALC – German Alliance for Liver Cancer

Leberzellkrebs ist weltweit die zweithäufigste, krebsbedingte Todesursache und nimmt weltweit, in Europa und auch in Deutschland zu. Trotz dieser enormen klinischen Bedeutung sind die Behandlungsmöglichkeiten bislang sehr eingeschränkt. Durch verbesserte Diagnostik wird bei vielen Patienten der Krebs inzwischen früher erkannt, kann aber trotzdem nur schlecht behandelt werden. Leider haben beim Leberzellkrebs die Behandlungsmöglichkeiten nicht im gleichen Maß wie bei anderen Krebserkrankungen zugenommen.

Wissenschaftliche Untersuchungen – insbesondere die Erforschung der tumorerzeugenden Mechanismen und der zugrunde liegenden, genetischen Ursachen – haben neue Klassifikationen, potentielle Zielstrukturen und Biomarker ergeben, die Potential zur Translation in die klinische Anwendung bieten. Dennoch sind die Heilungsmethoden derzeit beschränkt und entsprechen nicht den in anderen Tumorerkrankungen realisierten Möglichkeiten. Auch wenn bei Leberkrebs alle Voraussetzungen für eine personalisierte Medizin gegeben sind, gibt es aber bisher beim Leberzellkrebs keine zugelassene gezielte Therapie und entsprechend keine prädiktive Diagnostik. Insbesondere die Erfolge klinischer Studien lassen bislang zu wünschen übrig.

Um diese Situation gemeinsam zu verbessern und eine deutschlandweite Struktur zur Umsetzung der Forschungsergebnisse und Behandlung des Leberzellkrebs aufzubauen, wurde 2014 die GALC mit Förderung der Deutschen Leberstiftung gegründet (German Alliance for Liver Cancer, Sprecher: Prof. Dr. P. Schirmacher). Die Allianz besteht derzeit aus sechs Zentren (Universitätskliniken Frankfurt, Heidelberg, Mainz und Tübingen, sowie TU München und MHH Hannover), die sich in Deutschland intensiv mit der Forschung am Leberzellkrebs und seiner Behandlung und Diagnostik beschäftigen. Ziel der GALC ist es, die Grundlagen der Diagnose und Behandlung von Leberzellkrebs nachhaltig zu verbessern und die Umsetzung entsprechender Forschungsergebnisse und -studien in Klinik und Diagnostik in Deutschland zu fördern. Dies soll durch effektive, klinisch-interdisziplinäre nationale Zusammenarbeit geschehen. Die GALC arbeitet intensiv an der Einführung und Umsetzung klinisch und diagnostisch relevanter Studien, an der Einbindung in klinische Versorgungsstrukturen und einer koordinierten Datenplattform für alle beteiligten Standorte, um gemeinsame Untersuchungen, die Diagnose und personalisierte Therapie von Leberzellkrebs zu stützen.

An der German Alliance for Liver Cancer sind folgende Zentren beteiligt: Frankfurt (Uniklinik Frankfurt, Zentrum der Inneren Medizin - Gastroenterologie und Hepatologie); Hamburg (Uniklinikum Eppendorf UKE, Zentrum für Innere Medizin, I. Medizinische Klinik und Poliklinik (Gastroenterologie mit Sektionen Infektiologie und Tropenmedizin)); Hannover (Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Innere Medizin, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie); Heidelberg (Liver Cancer Center Heidelberg (LCCH)); Leipzig (Uniklinikum Leipzig UKL, Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie, Sektion Hepatologie); Mainz (Uniklinik Mainz, Innere Medizin – Gastroenterologie und Hepatologie); München (Technische Universität München (TUM), Medizinische Klinik, Gastroenterologie, Hepatologische Ambulanz); Tübingen (Uniklinikum Tübingen, Südwestdeutsches Tumorzentrum – Comprehensive Cancer Center (CCC)).

Informationen zum Leberzellkrebs finden Sie in unserem Faltblatt „Leber und Krebs“.

Sie können bei der Deutschen Leberstiftung auch den „Leberzellkrebs-Früherkennungspass“ kostenfrei anfordern.

 

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Ansprechpartner:

Bianka Wiebner
Hauptgeschäftsführerin
Telefon +49(0)511 532 6815
Wiebner.Bianka@mh-hannover.de
 

Letzte Änderung: 04.04.2017 08:15