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Porträt der Deutschen Leberstiftung

Die Deutsche Leberstiftung wurde im Herbst 2006 gegründet, um die Früherkennung sowie die Heilungschancen von Lebererkrankungen zu verbessern. Eines ihrer Ziele ist, die erfolgreiche Arbeit des „Kompetenznetz Hepatitis“ (Hep-Net) zu sichern, dessen staatliche Förderung 2010 ausläuft. Das Hep-Net ist das Hauptprojekt der Deutschen Leberstiftung.

Im „Hep-Net“ sind Wissenschaftler, niedergelassene Ärzte und Selbsthilfegruppen von Patienten engagiert, um die bundesweite Erforschung und Therapie viraler Lebererkrankungen voranzutreiben. Ein sehr wichtiges Teilprojekt ist dabei das weltweit anerkannte Study House, in dem Studien zur Therapieverbesserung durchgeführt werden. Darüber hinaus gibt es unter dem Dach der Deutschen Leberstiftung Forschungsverbünde zu den Themen Immunologie, Genetik und Virologie. „Diese horizontale und vertikale Vernetzung ermöglicht eine fachübergreifende Konzentration auf die zentralen Fragen der medizinischen Versorgung und der Forschung. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt zur Verbesserung der Heilungschancen bei Lebererkrankungen“, sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.

Unter anderem dank der Arbeit des Hep-Net und der Deutschen Leberstiftung können heute die meisten Patienten mit einer chronischen Hepatitis C geheilt werden. Die chronische Hepatitis C führt bei vielen Patienten zu Leberzirrhose und Leberkrebs. Sie ist der häufigste Grund für eine Lebertransplantation. Auch die Behandlung der chronischen Hepatitis B hat sich in den letzten Jahren dramatisch verbessert. Mittlerweile kann fast jeder Patient behandelt werden. Damit eine optimale Versorgung erreicht wird, hat das Kompetenznetz Hepatitis zusammen mit den Fachgesellschaften eine international beachtet Leitlinie zum Management der HBV-Infektion erstellt.

Der Netzwerkgedanke zieht sich durch die gesamte Arbeit der Deutschen Leberstiftung. Er zeigt sich beim Aufbau eines Netzwerkes aus Assoziierten Ärzten, Wissenschaftlern und Kliniken der Stiftung und bildet sich ebenso in ihren Gremien ab. Zu den Gründungsstiftern und damit zum Stiftungsrat der Deutschen Leberstiftung gehören die wichtigsten Fachgesellschaften im Bereich der Hepatologie, Wissenschaftler, die Medizinische Hochschule Hannover und das Universitätsklinikum Frankfurt am Main sowie Selbsthilfegruppen.

Um den Transfer neuester Forschungsergebnisse in die klinische Praxis zu gewährleisten, veranstaltet die Stiftung unter anderem jährlich das „HepNet Symposium“, das Wissenschaftlern und Ärzten ein Forum des Austausches und der Weiterbildung bietet, und veröffentlicht aktuelle Beiträge zur Hepatologie in ihrer Zeitschrift „HepNet Journal“. Mediziner und Betroffene erhalten kompetenten, fachlichen Rat in der Telefonsprechstunde der Stiftung und durch ihren E-Mail-Beratungsservice.

Daneben ist Öffentlichkeitsarbeit für die Deutsche Leberstiftung eine wichtige Aufgabe: In Pressemitteilungen informiert sie die Öffentlichkeit über neue Entwicklungen in der Forschung und Therapie von Lebererkrankungen. Zusammen mit der Deutschen Leberhilfe und der Gastro-Liga richtet die Stiftung jährlich am 20. November den Deutschen Lebertag aus. An diesem Aktionstag finden unter anderem bundesweit Arzt-Patienten-Seminare statt, an denen sich Interessierte über Lebererkrankungen informieren können. Außerdem hält die Deutsche Leberstiftung ein breites Angebot an Informationsmaterial, zum Teil in verschiedenen Fremdsprachen, bereit.

Artikelaktionen
Ansprechpartner:
Bianka Wiebner
Hauptgeschäftsführerin
Telefon +49(0)511 532 6815
Wiebner.Bianka@mh-hannover.de
 

Letzte Änderung: 22.03.2012 11:11