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Willkommen bei der Deutschen Leberstiftung!

Lebererkrankungen sind weit verbreitet und werden unterschätzt. Über 5 Millionen Menschen in Deutschland sind vermutlich von einer Lebererkrankung betroffen, schätzen Experten. Oft wird die Erkrankung gar nicht oder zu spät diagnostiziert. Erkrankungen der Leber bleiben häufig unbemerkt, weil sie kaum oder nur uneindeutige Symptome aufweisen. Dabei können viele Lebererkrankungen unbehandelt zu einer Leberzirrhose und zum Leberzellkrebs führen. Um die Früherkennung und die Behandlung von Lebererkrankungen zu verbessern, wurde die Deutsche Leberstiftung gegründet.

Schwerpunkte der Tätigkeit sind die Forschungsvernetzung und Forschungsförderung, vor allem durch die Stipendien der Deutschen Leberstiftung. Außerdem werden verschiedene Studien zur Therapieverbesserung und wissenschaftliche Projekte durchgeführt. Für Patienten und Angehörige bietet die Deutsche Leberstiftung Information und Beratung in medizinischen Fragen. Um Ergebnisse aus der Forschung schnell zu den Patienten zu bringen, hat die Deutsche Leberstiftung ein Netzwerk aus Assoziierten Ärzten, Kliniken, Apothekern, Wissenschaftlern und Selbsthilfegruppen geschaffen: Mit dem jährlich stattfindenden HepNet Symposium bietet die Stiftung eine wichtige Plattform für den Austausch, das HepNet Journal informiert über aktuelle Entwicklungen in der Hepatologie. Durch intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen gesteigert, damit diese früher erkannt und geheilt werden können.

Mit ihren verschiedenen Aktivitäten trägt die Deutsche Leberstiftung entscheidend zur Verbesserung der Patientenversorgung bei.

Weitere Informationen über die Deutsche Leberstiftung finden Sie auf dieser Website und in unserem Filmportrait.

 

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WISSENSWERTES

Kann ich mit Hilfe pflanzlicher Präparate eine fortschreitende Fibrose verhindern?
Es werden neben dem Silymarin (siehe vorherige Frage) immer wieder Substanzen und pflanzliche Präparate genannt, die den Leberumbau hemmen sollten. Der Nachweis der Wirksamkeit steht jedoch in fast allen Fällen noch aus. Grundsätzlich sollten diese Substanzen untersucht werden, möglichst jedoch im Rahmen von kontrollierten Studien. Zurzeit raten wir davon ab, die zum Teil sehr teuren Präparate in größeren Mengen einzunehmen. Im Gegenteil sind zahlreiche pflanzliche Substanzen sogar schädlich für die Leber, insbesondere bei Patienten mit Hepatitis C. Man sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt sprechen. Die Übertragung von Hepatitis B geschieht vor allem durch Blut- und Schleimhautkontakte (z. B. Transfusionen oder sexuelle Kontakte), aber auch durch kontaminierte Nadeln beim intravenösen Drogenkonsum. Die Übertragung von Hepatitis C erfolgt durch direkten Blut-Blut-Kontakt. Die meisten heute bestehenden Infektionen lassen sich auf intravenösen Drogenkonsum und Transfusion von Blutprodukten vor 1990 zurückführen. Dialyse-Patienten sind ebenfalls häufiger betroffen. Heute ist eine Infektion über Blutprodukte praktisch ausgeschlossen, da seit 2001 jedes Blutprodukt direkt auf das Hepatitis C-Virus getestet wird. Sehr selten gehen Hepatitis C-Virusinfektionen auf Sexualverkehr mit Hepatitis C-positiven Geschlechtspartnern zurück. Außerdem stellen Tätowierungen, Piercings, Akupunktur und medizinische Eingriffe unter nicht hygienischen Bedingungen Risikofaktoren dar. Übertragungen einer Infektion von einer infizierten Mutter auf das Kind vor oder während der Geburt kommen in bis zu 7% der Fälle vor. Leider lässt sich die Infektionsursache in vielen Fällen nicht sicher eruieren.

Weitere Fragen und Antworten zu Lebererkrankungen finden sie hier.

Was versteht man unter TIPPS?
Transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Stent-Shunt, d. h. ein minimalinvasiver Eingriff zur Verbindung von Pfortader und Lebervene durch die Leber hindurch.

Weitere Begriffserklärungen finden sie hier.

 

Letzte Änderung: Apr 14, 2014 08:39 AM