Deutsches SLD-Register

Die Steatotische Lebererkrankung (SLD), auch als Fettlebererkrankung bezeichnet, ist die am weitesten verbreitete Lebererkrankung der industriell entwickelten Staaten. Sie ist oft der Beginn eines komplikationsreichen Krankheitsverlaufs mit Leberfibrose, Leberzirrhose oder auch dem Leberzellkrebs.
Seit 2020 betreibt die Deutsche Leberstiftung über die Leberstiftungs-GmbH ein Register zur Erforschung von Fettlebererkrankungen. Das dafür gegründete „Deutsches NAFLD-Register“ wurde zum 1. Januar 2024 in „Deutsches SLD-Register“ umbenannt. Im Jahr 2023 wurde durch die globalen hepatologischen Fachgesellschaften eine neue Nomenklatur und Struktur der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankungen (NAFLD) erarbeitet. Neuer Überbegriff ist nun die Steatotische Lebererkrankung (SLD). Dieser neuen Struktur folgt nun auch das SLD-Register.
Wissenschaftlicher Leiter des Registers ist Prof. Dr. Stefan Zeuzem, Frankfurt.
Das Register wurde in zwei Phasen aufgeteilt. In „Phase 1“ wurde der natürliche Verlauf der steatotischen Lebererkrankungen erfasst. Diese Daten werden unter anderem wichtig für die Risiko-Nutzen-Bewertung bei der Bewertung zukünftiger Medikamente für diese Erkrankung sein.
Die Datenerhebung in „Phase 1“ endete im April 2026. Zu diesem Zeitpunkt waren über 1.800 Patienten im Register erfasst. Die Daten aus der Phase 1 gingen in fünf Vollpublikationen und sieben Kongressbeiträge (national und international) ein.
Seit Juli 2026 können – in der „Phase 2“ des SLD-Registers – neben den Daten von unbehandelten dann auch Daten von Patienten dokumentiert werden, die mit einem für die Behandlung der MASH (Metabolische dysfunktions-assoziierte Steatohepatitis) zugelassenen Medikament behandelt werden. Damit geht auch die Umbenennung des Registers in „Deutsches SLD-Register – Register zur Charakterisierung von Patienten mit Steatotischer Lebererkrankung (SLD) in Deutschland“ einher.
Das Management Board trägt die wissenschaftliche Verantwortung für das Register. Diesem Gremium gehören an: Prof. Dr. Thomas Berg, Leipzig; Dr. Peter Buggisch, Hamburg; Prof. Dr. Münevver Demir, Berlin; Prof. Dr. Andreas Geier, Würzburg; Prof. Dr. Wolf Peter Hofmann, Berlin; Prof. Dr. Elke Roeb, Gießen; Prof. Dr. Jörn Schattenberg, Homburg; Dr. Kerstin Stein, Magdeburg; Prof. Dr. Heiner Wedemeyer, Hannover; Prof. Dr. Stefan Zeuzem, Frankfurt.
Die „Phase 1“ des SLD-Registers wurde finanziell von der Gilead Sciences GmbH und der Advanz Pharma Specialty Medicine Deutschland GmbH über eine Förderung an die Deutsche Leberstiftung sowie von der Madrigal Pharmaceutical, Inc. und der Novo Nordisk Pharma GmbH direkt über die Leberstiftungs-GmbH unterstützt. Die „Phase 2“ wird durch die Madrigal Pharmaceuticals Deutschland GmbH finanziell gefördert.







