Wissenswertes
Presseinformation
Hannover, 4. September 2026
Wenn Pilze zur Gefahr für Leber und Leben werden: Leberstiftung informiert über Risiken von Pilzvergiftungen
Hannover, 4. September 2026 -
Pilzfreunde berichteten bereits im Frühjahr 2026 von Morchelfunden und im Juni wurden in einigen Regionen schon erste Steinpilze entdeckt. Pilze wachsen das ganze Jahr über. Der Wachstumsschwerpunkt fällt jedoch in den Spätsommer und Herbst, da die feuchtwarme Witterung in dieser Zeit ideale Bedingungen schafft. Damit die noch bis Oktober andauernde Hochphase des Pilzwachstums und der Sammelaktivität möglichst vergiftungsfrei verläuft, mahnt die Deutsche Leberstiftung zur Vorsicht beim Sammeln von Pilzen. Nur sicher bestimmte Pilze gehören in den Kochtopf. Andernfalls drohen lebensbedrohliche Leberschäden. Im Verdachtsfall gilt: sofort medizinische Hilfe und Giftnotruf kontaktieren.
Wer einen Ausflug in die Natur unternimmt, um sich an der frischen Luft zu bewegen, Pilze zu sammeln und anschließend zuzubereiten, sollte die damit verbundenen Gefahren nicht unterschätzen. Jedes Jahr verursacht der Verzehr von Giftpilzen lebensgefährliche Vergiftungen, die beispielsweise zu einem Leber- und Nierenversagen führen können. Schwere Pilzvergiftungen führen dazu, dass Menschen um ihr Leben kämpfen müssen und im schlimmsten Fall eine Lebertransplantation notwendig wird. Das letzte Jahr (2025) wird in mehreren Regionen als Jahr mit einer überdurchschnittlichen Zahl an Anfragen zu Pilzvergiftungen beschrieben. Die Deutsche Leberstiftung sieht darin einen Anlass, verstärkt über Risiken beim Sammeln von Pilzen sowie über die Folgen schwerer Pilzvergiftungen für die Leber aufzuklären. weiter
Was tun mit einer Hepatitis C in Kindergarten und Schule?
Grundsätzlich gilt unabhängig von einer Virushepatitis, dass Kinder im Falle einer Verletzung oder offenen Wunde nicht am Spielen oder am Sportunterricht mit intensivem Körperkontakt teilnehmen sollten. Bei der Versorgung von Wunden sollten Handschuhe getragen werden. Die Hepatitis C-Virusinfektion ist gering infektiös. Bei direktem Blut-Blut-Kontakt ist eine Infektion jedoch nicht auszuschließen. Fließt Hepatitis C-positives Blut über unverletzte Haut, ist eine Infektion extrem unwahrscheinlich. Insgesamt gilt, dass bei Situationen mit blutenden Verletzungen die auch sonst üblichen Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden sollen.
Weitere Fragen und Antworten zu Lebererkrankungen finden Sie hier.
Ein "Virostatikum"
ist ein Medikament, das die Virusvermehrung hemmt.
Weitere Begriffserklärungen zu Lebererkrankungen finden Sie hier.
Willkommen bei der Deutschen Leberstiftung!

Die Deutsche Leberstiftung wurde 2006 gegründet und trägt seit über zwanzig Jahren entscheidend zur Verbesserung der Versorgung von Patienten mit Lebererkrankungen bei. Unser Ziel ist, die Früherkennung und die Behandlung von Lebererkrankungen stetig zu verbessern.
Lebererkrankungen sind wenig bekannt, aber weit verbreitet. Experten schätzen, dass mindestens fünf Millionen Menschen in Deutschland an einer Lebererkrankung leiden. Viele davon, ohne es zu merken. Lebererkrankungen verursachen kaum Schmerzen und weisen uneindeutige Symptome auf. Daher werden Lebererkrankungen oft erst spät erkannt, manchmal zu spät, um schwerwiegende Folgen wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs zu vermeiden. Wird die Erkrankung der Leber frühzeitig diagnostiziert, sind in vielen Fällen die Heilung und eine Regeneration des Lebergewebes möglich.
Schwerpunkte der Stiftungstätigkeit sind die Forschungsvernetzung und Forschungsförderung, vor allem durch die Stipendien und den Publikations-Preis der Deutschen Leberstiftung. Außerdem führen wir verschiedene Studien zur Therapieverbesserung und zahlreiche wissenschaftliche Projekte durch. Für Patienten und Angehörige bietet die Deutsche Leberstiftung Informationen und Beratung in medizinischen Fragen. Um Ergebnisse aus der Forschung schnell zu den Patienten zu bringen, haben wir ein Netzwerk aus Assoziierten Ärzten, Kliniken, Apothekern, Wissenschaftlern und Selbsthilfegruppen geschaffen. Mit dem jährlich stattfindenden HepNet Symposium bietet die Stiftung eine wichtige Plattform für den wissenschaftlichen Austausch; das viel beachtete HepNet Journal informiert über aktuelle Entwicklungen in der Hepatologie. Durch intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen gesteigert, damit diese früher erkannt und geheilt werden können.
Ich freue mich, Sie auf unserer Website begrüßen zu dürfen!
Ihr
Prof. Dr. Heiner Wedemeyer
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung
Weitere Informationen über die Deutsche Leberstiftung finden Sie auf dieser Website und in unserem Filmportrait.
